Hier finden Sie Informationen über unsere bisherigen Unterstützungsmaßnahmen und unsere laufende Unterstützung.

Sämtliche Maßnahmen, die noch vor der Euroumstellung getätigt wurden, wurden hier wegen der besseren Darstellbarkeit 2:1 Von DM in € umgerechnet.

Bildungsarbeit für Straßenkinder und deren Familien

Zentrum zur pädagogischen Betreuung von Straßenkindern (laufendes Projekt)

Familienhilfe (Jahre 2003/2004/2005)

Computerworkshop (Jahr 2003)

Erziehergehälter (Jahre 2001 und 2002)

Führerscheine (Jahr 2001)

Kleinbus (Jahr 2000)


 

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Bildungsarbeit für Straßenkinder und deren Familien (ab 2009)

Seit Ende 2008 unterstützen wir die Bildungsarbeit für straßenkinder, ehemalige Straßenkinder und deren Familien.

Straßenkinder haben zumeist keine oder eine sehr lückenhafte Bildungsbiographie. Damit ist insbesondere dann, wenn diese Kinder bzw. Jugendlichen erst im Jugendalter den Weg weg von der Straße schaffen, der Zugang zu berufsbildenden Maßnahmen versperrt. Daher sind alternative niederschwellige, der Zielgruppe und deren Lernverhalten angepasste Bildungsangebote notwendig, die diese Jugendlichen in die Lage versetzen, eigenes Einkommen zu erwirtschaften. Aufgrund mangelnder Räumlichkeiten können derartige Bildungsangebote bislang nur punktuell auf dem Kinderhof angeboten werden, wo sie jedoch nur einen kleinen Teil der Zielgruppe erreichen. Gute Erfahrungen wurden bislang gemacht in den Bereichen Siebdruck, Kosmetik und Friseur, Anfertigung von Schmuck, Anfertigung von Musikinstrumenten, Schneidern und Recycling. Darüber hinaus finden Workshops statt zur Vermittlung von Sozial- und Lebenskompetenzen (etwa im Bereich Gesundheit und Hygiene, Bürgerrechte etc.).

Den Lerngewohnheiten und der Aufnahmefähigkeit der Zielgruppe, die oft nicht in der Lage ist, stark verschulten Kursen zu folgen, entsprechend werden diese Bildungsmaßnahmen begleitet von spielerischen, sportlichen und kulturellen Angeboten. Erste erfolgreiche Beispiele für solche Maßnahmen sind in unserem Blog beschrieben. Ein dauerhaftes derartiges Bildungsangebot war in der Vergangenheit aufgrund fehlender Räumlichkeiten nicht möglich. Mit der Schaffung des unten beschrieben Betreuungszentrums, soll dieser Bereich in den nächsten Jahren kontinuierlich ausgebaut werden.

Geplant ist, Bildungsangebote zu schaffen, die es den TeilnehmerInnen ermöglichen, mit einfachen Mitteln Einkommen im informellen Sektor zu erwirtschaften und Grundlagen für den Eintritt in den formellen Sektor zu schaffen. Das Bildungsangebot wird modular aufgebaut sein und ergänzt durch Kurse zu kaufmännischen Grundlagen. Die einzelnen Maßnahmen werden von unterschiedlicher Dauer sein. Feste Räumlichkeiten ermöglichen es insbesondere, handwerkliche Bildungsangebote aufzubauen, da nur so Geräte installiert und angefertigte Produkte gelagert werden können. Als Dozenten fungieren einerseits die MitarbeiterInnen der Einrichtung, Honorarkräfte und ehrenamtliche Dozenten, die bereits ihre Unterstützung zugesagt haben, sobald geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung stehen.

Für dieses Projekt möchte ich jetzt spenden.


 

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Zentrum zur pädagogischen Betreuung von Straßenkindern (2009)

Seit 1987 betreut unser Partnerprojekt Grupo Ruas e Praças Straßenkinder in Recife/Nordostbrasilien. Beginnend mit der ersten Kontaktaufnahme und Betreuung auf der Straße, wo die Kinder und Jugendlichen leben, bietet die Gruppe verschiedene Hilfen an. Hierzu gehört die Vermittlung an andere Hilfsprojekte, die Beratung und Betreuung der Familien der Kinder und die Möglichkeit, auf dem Kinderhof Centro Educacional Vida Nova/Sítio Capim de Cheiro außerhalb der Millionenstadt die Schul zu besuchen und ein neues Leben fernab von Drogen und Gewalt zu beginnen.

In Recife selbst besitzt die Gruppe bislang nur ein kleines Gebäude mit einem Büro und einem Mehrzweckraum, in dem sowohl Teambesprechungen, Beratungsgespräche und Seminare und Workshops stattfinden. Leider bedeutet dies, dass ein konzentriertes Arbeiten oder Seminare und Workshops über einen längeren Zeitraum häufig schwierig sind, da ständig Menschen durch den Raum laufen, der zur Straße durch Gitterfenster offen ist. Länger dauernde Bildungsmaßnahmen sind kaum möglich. Daher ist ein Umzug dringend nötig.

Grupo Ruas e Praças benötigt ein Gebäude, welches ein umfassendes Bildungs- und Hilfeangebot ermöglicht. Es wird daher über folgende Räumlichgkeiten verfügen:

Dieses Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf etwa 67.500 Euro. Das Ministerium bezuschusst das Vorhaben mit 37.500 EUR. Wir müssen einen Eigenanteil in Höhe von 25.000 EUR aufbringen, für den wir weiterhin um Spenden bitten.

Für dieses Projekt möchte ich jetzt spenden.

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Familienhilfe (seit 2003)

Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit von Grupo Ruas e Praças ist der Bereich der Familienhilfe und der Vermittlung an andere Hilfsangebote.

Übergabe eines Lebensmittelpaktes Er beinhaltet regelmäßige Besuche zur Beratung und Unterstützung der Familien der betreuten Kinder und Jugendlichen und gemeinsame Ausflüge und Feste, z.B. zum Muttertag und Weihnachten, bei denen sich Kinder und Eltern, die keinen Kontakt mehr zu einander haben, wieder annähern können. Einmal im Monat treffen sich die Eltern (zumeist Mütter), die an dem Programm teilnehmen, um ihre Erfahrungen un Probleme zu besprechen. Es besteht für sie die Möglichkeit, an Kursen und Seminaren, zumeist zu gesundheitlichen und politischen Themen teilzunehmen.

Durch unser Unterstützung im Jahr 2003 verfügte die Gruppe erstmalig über eine eigenständige Finanzierungsgrundlage für diese wichtige Arbeit. Im Jahr 2003 konnten 70 Familien betreut werden. 93 Kinder und Jugendliche wurden im Zuge dieses Prozesses wieder nach Hause gebracht, 25 Kinder und Jugendliche nahmen an einer Drogentherpie teil, 2 wurden in Heime vermittelt und 17 Kinder und Jugendliche, die uf der Straße lebten, besuchten einen Arzt, 40 Kinder und Jugendliche kehrten in die Schule zurück und 55 Kinder und Jugendliche konnten in Kurse und Praktika vermittelt werden. Animiert durch die regelmäßigen Treffen mit anderen Eltern in ähnlichen Lebenslagen meldeten sich sogar Mütter, die noch nie die Schule besucht hatten, in der Abendschule an und nahmen gleich noch ihre Nachbarinnen mit.

Insgesamt haben wir für den Bereich der Familienhilfe im Jahr 2003 5.500 € und nach dieser Testphase im Jahr 2004 10.000 € aufgebracht. Durch diese Erhöhung begegnen wir nicht nur den gestiegenen Kosten (Erhöhung bei Lebensmitteln, Benzin, Sozialabgaben etc.), sondern ermöglichen die zusätzliche Beschäftigung einer Psychologin auf Honorarbasis. Für das Jahr 2005 wurden 16.300 Euro zur Verfügung gestellt. Aufgrund der großen Erfolge dieses Programmes beschlossen wir, es Misereor vorzustellen. Dieses Hilfswerk hat nun die Finanzierung für die Jahre 2006, 2007, 2008 und 2009 zugesagt, weshalb wir das Gesamtprojekt der Familienhilfe derzeit nicht mehr fördern.

Dieser Betrag beinhaltet das Gehalt und die Sozialabgaben für die Sozialarbeiterin, Transportkosten, Lebensmittel und Materialien für die Feste und Ausflüge.

Besonders bedürftige Familien, die ihre Kinder wieder aufnehmen, erhalten monatlich ein Lebensmittelpaket mit Grundnahrungsmitteln.

Inhalt eines Lebensmittelpaketes Ein solches Paket beinhaltet jeweils 2 Kilo Reis, Bohnen, Zucker, Maisgrieß, Mehl, 1 Kilo Salz, jweils 2 Pakete Kaffee, Milchpulver und Nudeln, 1 Dose Speiseöl, sowie wechselnde Zusatzprodukte, wie beispielsweise Kernseife, sowie während der Saison Marmelade oder Trockenobst aus eigener Produktion.

Hiermit wird sichergestellt, dass die Kinder nicht wieder auf die Straße zur Arbeit geschickt werden und stattdessen zur Schule gehen. Da Misereor diesn eTeil nicht finanziert, unterstützen wir weiterhin dieses Teilprojekt im Rahmen der Familienhilfe.

Mit nur 8 € monatlich können Sie einem Kind und seiner Familie mit einem solchen Lebensmittelpaket helfen.

Für dieses Projekt möchte ich jetzt spenden.

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Computerworkshop (Jahr 2003)

Bereits vor einigen Jahren äußerten die Mitarbeiter von Grupo Ruas e Praças den Wunsch, den Kindern auf dem Kinderhof in Capim de Cheiro einen Computerworkshop anbieten zu können.

Hintergrund ist einerseits die große Faszination, die die neuen Medien auf die Kinder ausüben (die meistgenannten Punkte auf die Frage „Wie soll Deine Schule aussehen?“ sind nach Swimmingpool und Spielplatz Computer und Internetansschluss).

Computerworkshop in Capim de Cheiro

Ein Computerangebot, dass unter anderem in der Alphabetisierung und Grundbildung eingesetzt werden kann, wird also einen hohen Motivationswert haben und die Möglichkeiten erweitern, spielerisch und selbstbestimmt zu lernen.

Andererseits nimmt die Bedeutung der neuen Medien auf dem Arbeitsmarkt auch im Schwellenland Brasilien ständig zu. Dies schlägt sich auch in zahlreichen Programmen der alten, wie auch der neuen Regierung nieder, die sämtliche Schulen mit Internetanschlüssen ausstatten und einen günstigen „Volks-PC“ entwickeln wollen, damit auch die Armen Zugang zu den neuen Medien erhalten.

Um also auf dem Arbeitsmarkt gegenüber anderen Jugendlichen bestehen zu können, die wesentlich günstigere Startbedingungen haben, müssen Straßenkinder nicht nur in der Lage sein, Lesen und Schreiben zu können, sondern auch in immer größerem Ausmaß den „Information Gap“, den digitalen Graben überwinden.

Im Internet findet sich auch eine wachsende Zahl von Berichten über erfolgreiche Computerprojekte, die mit Straßenkindern in Entwicklungs- und Schwellenländern (z.B. Indonesien, Vietnam, Mexiko, Brasilien…) arbeiten.

Da unser Vorsitzender Michael Schwinger sich im Rahmen seines Sozialpädagogikstudiums intensiv mit dem Thema Medienpädagogik beschäftigt und Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt hat, war er von Anfang an in die Konzeption dieses angebotes einbezogen. Er wird das erste halbe Jahr dieses Workshops begleiten, bevor es von den brasilianischen Partnern alleine weitergeführt wird. In der Vorbereitung entstand ein Kontakt zum Fachbereich „Pädagogische Informatik“ der katholischen Universität von Petrópolis (Bundesstaat Rio de Janeiro), die ebenfalls sehr erfolgreiche Computerprojekte mit Straßenkindern und arbeitenden Kindern durchgeführt hat.

Michael Schwinger wird seinen Aufenthalt dort selbst finanzieren, es entstehen dem Projekt oder unserem Verein also keine Kosten. Das Projekt wird Gegenstand seiner Diplomarbeit sein.

Da die Gruppe selbst zwei Computer zur Verfügung stellen kann, muss nur ein weiterer, sowie einiges Zubehör und Software angeschafft werden.

Wir haben hierfür 2.000 € aufgewendet.

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Erziehergehälter

Erzieherin auf der Straße

Vom Januar 2001 bis zum Dezember 2002 wendeten wir insgesamt 15.840 € für die Finanzierung der Gehälter von drei Erzieherinnen auf. Das waren 220 € pro Gehalt und Monat.

Roseane, studierte in der Zeit Pädagogik und ist für die Begleitung des Zweitagesprozesses auf dem Kinderhof in Capim de Cheiro zuständig.

Monica ist Kunstpädagogin und leitet die Theatergruppe. Sie ist allgemein für den Bereich Kulturarbeit verantwortlich.

Rejane ist Sozialarbeiterin und damit für die Kooperation mit anderen Einrichtungen und die Familienarbeit verantwortlich.

Wie die anderen Erzieher auch, arbeiten alle drei neben ihren persönlichen Schwerpunkten auf der Straße.


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Führerscheine (Jahr 2001)

Da keiner der Erzieher und Erzieherinnen einen privaten PKW besitzt, hatte auch keiner einen Führerschein. Das bedeutet, für sämtliche Fahrten musste ein Fahrer angestellt werden. Daher verwendeten wir im September 2001 zwei Einzelspenden (zusammen 350 €), um die Transportkosten der Gruppe zu senken.

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Kleinbus (Jahr 2000)

Unser Kleinbus

Im Jahr 2000 unterstützten wir Grupo Ruas e Praças beim Kauf eines Kleinbusses vom Modell VW Kombi mit umgerechnet 7.500 €.

Obwohl dieses Modell für unsere europäischen Augen etwas veraltet wirkt, wird er in Brasilien noch gebaut. Die Sonderausstattung mit 12 Sitzen, die wir damals anschafften war damit auch der allerletzte Schrei. Bei Verkehrskontrollen konnten die Polizisten oft nicht glauben, dass das Fahrzeug tatsächlich 12 Sitze hatte.

Das Fahrzeug hat gegenüber seiner koreanischen und der deutlich teureren deutschen Konkurrenz vor allem den Vorteil, dass man an jeder Straßenecke Ersatzteile erhält und es einfach zu reparieren ist.

Die Gruppe nutzt das Fahrzeug vor allem für Fahrten zum und vom Kinderhof Capim de Cheiro und für die Besuche bei entfernter wohnenden Familien und bei anderen Einrichtungen.


 

Um einerseits Überweisungsgebühren zu sparen und andererseits Wechselkursschwankungen besser begegnen zu können, überweisen wir laufende Beträge übrigens in Vierteljahrestranchen.



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